Brautmode? Lieber individuell!
Der größte Alptraum eines jeden Modemuffels ist wahrscheinlich seine eigene Hochzeit. Auch wenn man sich bisher erfolgreich gegen alle elterlichen Vorwürfe und jedes Modediktat wehren konnte – bei der Hochzeit sind die Traditionen und Erwartungen einfach zu stark, um dagegen ankämpfen zu können. Also wird es wohl nicht zu vermeiden sein, sich in ein langes Kleid zu zwängen und ein paar schicke Schuhe anzuziehen. Noch dazu mit Makeup im Gesicht und einer frischen Frisur. Der reinste Karneval. Manch einer kann sich unter diesem Aspekt vielleicht damit abfinden, mal nicht er bzw. sie selbst sein zu können, doch würde darunter nicht die ganze Hochzeit an Ernsthaftigkeit und Festlichkeit verlieren?
Deshalb sagen wir: Hochzeit und Brautmode ja, aber individuell und unkonventionell. Wie man das vereinen kann, zeigen manche Promis, die sich unbeachtet aller Vorschriften und Traditionen sogar in Bermudas und Miniröckchen auf den Bahamas trauen lassen oder in Jeans oder Jogginganzug zum Standesamt Hannover gehen. Verboten ist das jedenfalls nicht, also sollte z. B. auch die ganz normale Kleidung als Hochzeitsoutfit reichen.
Das würde auf jeden Fall viel weniger Geld kosten, da man das Hochzeitsoutfit anschließend ja noch öfter tragen kann. Außerdem könnte man einen Haufen Zeit und Geld sparen, indem die Hochzeit Einladungskarten per Email versendet werden und nicht in Kartenform per Post. Das ist viel umweltfreundlicher und moderner und anders würde man es von einem Freak wahrscheinlich auch nicht erwarten. Und so könnten man viel mehr Geld in eine schöne Hochzeitsreise stecken oder die Möblierung und die neueste Fenstermode in der neuen Wohnung. Oder für die neueste Computertechnik oder Unterhaltungselektronik. Denn für einen glücklichen Alltag in der Ehe sind solche Dinge sicherlich viel sinnvoller als ein teures Brautkleid, dass nach der Hochzeit nur Platz im Kleiderschrank wegnimmt.